Atelier für historische Tasteninstrumente

Die Vorarbeit
Ein Musikinstrument zu bauen ist schon schwer, ein Kunstwerk zu schaffen jedoch noch viel mehr. Wenn man alles gelernt hat, was zum Handwerk nötig ist, wie lernt man das Unlernbare, das, was eine Stradivari von anderen Instrumenten unterscheidet? Viele Jahre habe ich experimentiert, die Geheimnisse der alten Meister zu ergründen. Die so entstandenen Instrumente gab ich zum Selbstkostenpreis ab, um weiter experimentieren zu können. Entstanden ist ein Wissen, das ich jetzt in meinen Meisterinstrumenten zu realisieren bestrebt bin.

Was ich tue
Ich baue historische Tasteninstrumente. Hierbei lasse ich mich von den originalen Instrumenten in Museen und Sammlungen inspirieren, die ich persönlich untersucht habe. Jedes Instrument ist ein Einzelstück, das ich in Handarbeit fertige in Handwerkstechniken des 16. – 18. Jahrhunderts. Hierbei verwende ich natürliche Materialien, alte, massive Hölzer und ausgesuchtes Resonanzholz.

Der Unterschied
Den Unterschied zwischen Künstler und Handwerker wahrzunehmen ist die Voraussetzung für das Bauen eines charaktervollen Instruments. Beispielsweise vermag ein rein handwerklicher Musiker eine Komposition getreulich Note für Note wiederzugeben, doch bleibt das Ergebnis farblos. Das Wesentliche ist daher, neben aller Werktreue den Geist der Komposition zu erfassen und diesen wiederzugeben. Spielt daher ein Künstler, der ebenfalls über das nötige Handwerkszeug verfügen muss, entsteht eine Interpretation, die beseelt und lebendig die Komposition zum Ausdruck bringt.
Kunst kommt von Können. Ein Künstler ohne handwerkliches Rüstzeug ist daher keiner. Ein Handwerker ohne künstlerische Qualitäten vermag jedoch nicht zu beseelen, was er fabriziert.
Dasselbe gilt für den Bau von Musikinstrumenten. Künstlerische Qualitäten und handwerkliche Fähigkeiten müssen Hand in Hand arbeiten. Daher baue ich Instrumente inspiriert von dem, was die alten Meister wollten, wobei die Stilistik der einzelnen Schulen natürliche Beachtung findet, und dennoch entsteht bei jedem Instrument, das ich kreiere, eine persönliche Interpretation, die sich in beseeltem Klang und Design ausdrückt.

Das Ziel
Ich bin bestrebt, jedem Instrument einen unverwechselbaren Charakter zu geben. Durch meine Ausbildung als Musiker bin ich zudem in der Lage, Spielgefühl und Klang sehr sensibel zu harmonisieren. Daher sind meine Instrumente Kreationen, die einen unverwechselbaren musikalischen Kosmos repräsentieren, keine beliebig reproduzierbaren Kopien.

Musikstudio / Unterricht

Unterricht in den Fächern:
Klavier – Anfänger bis Mittelstufe

Kirchenorgel – bis Konzertreife, Vorbereitung für Aufnahmeprüfungen an Hochschulen, Früh-Hoch –und Spätbarock, Romantik, Moderne, Improvisation, Intonation und Choral.

Clavichord – Historische Spielpraxis, alte Fingersätze, Ausbildung der Hände nach C.Ph.E.Bach, Santa Maria, Diruta. Improvisation.

Cembalo – für Einsteiger, die die besondere Spielweise dieses Instruments kennenlernen wollen

Gehörbildung, Harmonielehre, Komposition, Musikgeschichte werden in jeden Unterricht integriert.

Forum

Musik hat Farben! Wieso also nicht Malerei und Musik in einer Darbietung vereinen, wobei die Musik akustisch ausdrückt, was die Malerei visuell darstellt. Hörendes Sehen, ein Tiefgang der Sinne.

Musik erzählt Geschichten! Wieso also nicht Literatur, Lyrik und Musik in einer Darbietung vereinen, drücken sie doch auf unterschiedliche Weise tiefgründige Inhalte aus.

Musik hören bedeutet zu fühlen! Wieso also nicht Musik und Skulpturen, die sich ertasten lassen, in einer Darbietung vereinen.

Musik kennt keine Grenzen! Sie ist ein universelles Mittel der Völkerverständigung, die keine Sprachbarrieren kennt! Wieso also nicht Konzerte nutzen als Mittler zwischen Völkern, gesellschaftlichen Randgruppen, unterschiedlichen Religionen.

tevja plant solche Veranstaltungen. Sie sind eingeladen, sich zu beteiligen, sei es als Besucher, als Mäzen oder als mitwirkender Künstler.