Tasteninstrumente

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CEMBALI

Flämische Schule
Cembalo Ruckers Universalis

2 Manuale, 2 x 8´
Transponiervorrichtung
392 Hz/ 415 Hz/ 440 Hz
Tonumfang GG – d³
Optional: zusätzlicher 4´
Manualschiebekoppel
Lautenzug aus Elchleder

Mein Entwurf basiert auf dem Colmar Ruckers, hat jedoch die Möglichkeit, zu transponieren. Dieses Instrument ist hervorragend geeignet für professionelles Cembalospiel. Praktisch die gesamte Literatur ist darstellbar. Der Klang ist voll und kernig. Eben ein echter Flame.

In der Variante mit 2 x 8´ werden keine Schalthebel benötigt. Die beiden Register sind klanglich so unterschiedlich, grundtönig und obertönig, dass es im Grunde keines 4´ Registers bedarf. Wird ein 4´gebaut, wird dieser als Obertonregister intoniert und erhält einen Schalthebel.

CEMBALO COLMAR RUCKERS 1624

2 Manuale, 2 x 8´
Tonumfang GG AA – d³
Optional: zusätzlicher 4´
Lautenzug aus Elchleder

Ioannes Ruckers baute 1624 ein Instrument, welches bis heute erhalten ist und sich im Musée Colmar befindet, wo ich es untersuchte.
Die Familie Ruckers baute generell zweimanualige Instrumente als Transpositionscembalo. Man hatte zwar 2 Manuale, konnte jedoch immer nur auf einem Manual gleichzeitig spielen. Das andere Manual diente lediglich dazu, um in einer um eine Quarte versetzten Tonart spielen zu können. Daher war der Tonumfang auf jedem Manual C/E – c³, und die Manuale waren seitlich versetzt, also nicht parallel übereinander wie heute üblich.

Bei dem Instrument in Colmar wurde nun diese Transpositionsklaviatur ausgetauscht und gegen eine chromatische ersetzt, welche den Tonumfang GG – d³ hat. Das war möglich, da die um eine Quarte versetzten Originalklaviaturen , wenn man sie chromatisch umstellt, diesen Tonumfang ergeben. Daher kann das Instrument nun ohne weitere bauliche Veränderung als zweimanualiges Instrument gespielt werden. Dies gibt dem Colmar Instrument einen einzigartigen Stellenwert unter den erhaltenen Instrumenten, da das Instrument nicht, wie sonst üblich, erweitert und umgebaut werden musste.

CEMBALO RUCKERS / FRENCH

2 Manuale, 2 x 8´, 1 x 4´
Tonumfang GG – d³
A = 415 HZ
Optional: Lautenzug aus Elchleder

Dieses Instrument basiert auf einem Entwurf von Grant O ´Brien, dessen vielbeachtete Veröffentlichung „Ruckers. A harpsichord and virginal building tradition“ zum fundierten Standardwerk der Forschung über die Ruckers Instrumente gehört.

Das Instrument entspricht einem in französischer Manier erweiterten Ruckers. Konzeption und Klang sind hervorragend. Durch die Breite des Instruments ist der Klang etwas süßer wie bei französischen Instrumenten üblich. Ein charakteristicher Frankoflame.

CEMBALO NACH ANDREAS RUCKERS 1637

1 Manual, 1 x 8´, 1 x 4´
Tonumfang C/E – c³
A = 415 HZ
Optional: Lautenzug aus Elchleder

Das Original, von Andreas Ruckers 1637 gebaut, befindet sich im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, wo ich es untersuchte. Es ist nahezu unverändert original erhalten.

Dieses kleine einmanualige Instrument entspricht dem klassischen Konzept der Ruckers Dynastie. Es kommt dem ursprünglichen Klang der Ruckers Instrumente daher sehr nah. Man kann es vergleichen mit den Violinen von Stradivari. Diese hatten ursprünglich einen in der Zeit üblichen Kurzhals, einen schmalen Bassbalken, und klangen daher ganz anders als wir heute die umgebauten Violinen des Meisters erleben. Ähnlich ist es hier. Dieses Instrument ist weder erweitert noch umgebaut , wodurch sich uns ein authentisches originales Ruckers Cembalo darbietet.

Das 8´Register ist kernig und kräftig. Das 4´Register wird eigenständig intoniert, nicht als Oberton, und kann auch alleine gespielt werden. Das perfekte Instrument für die Darstellung von Virginalmusik sowie der Literatur des Frühbarock in authentischem Gewand.

Klangbeispiele des Originals:

 

 

 

 


Joseph Ioannes Couchet 1679

1 Manual. 2 x 8´. 1 x 4´
Tonumfang C – c³ chromatisch

Das Original des von Joseph Johannes Couchet 1679 gebauten Cembalo befindet sich im Smithsonian Institut in Washington. Es ist das einzigste erhaltene Ruckers/Couchet mit einer originalen chromatischen Klaviatur über 4 Oktaven. Meine Kreation des Instruments basiert auf dem Original. Durch die Disposition mit zwei 8´Registern sowie einem 4´Register entsteht ein klanglich vielseitiges Instrument, dessen schmales Gehäuse und leichte Bauweise zu einem kräftigen, frühen und „antikem“ Klangbild führen.

Das Instrument eignet sich hervorragend für die Darstellung frühbarocker Musik.

CEMBALO NACH COUCHET 1680

2 Manuale. 2 x 8´. 1 x 4´
Tonumfang FF – f³
Optional: 1 x 8´“peau de buffle“
Lautenzug aus Elchleder

Das Original des von Joseph Johannes Couchet 1680 gebauten Instruments befindet sich im Museum of Fine Arts in Boston. Ursprünglich als einmanualiges Instrument mit möglicherweise größerem Tonumfang als damals üblich konzipiert wurde es 1758 von Blanchet sowie 1781 von Taskin vollständig umgebaut. Hierdurch entstand ein frankoflämisches Instrument mit außergewöhnlichen Klangeigenschaften.

Ich baue dieses Modell in Anlehnung an das Original als französisches Instrument mit den üblichen 3 Registern. Zusätzlich wäre eine Register möglich, welches über Lederplectren verfügt, was einen sehr speziellen Klang ergibt.

Klangbeispiele des Originalinstruments:

 

Deutsche Schule
CEMBALO NACH MIETKE 1710

1 Manual. 2 x 8´
Tonumfang GG – c³
Optional: Lautenzug aus Elchleder

Michael Mietke ( ca. 1665 – 1726) war ein bekannter Cembalobauer in Berlin. Es sind insgesamt 3 Instrumente von ihm erhalten, davon zwei in Berlin.
Sie sind jedoch stark verändert. Bekannt ist die Geschichte, dass
Joh. Seb. Bach 1718 nach Berlin reiste, um für den Köthener Hof ein zweimanualiges Cembalo bei Mietke zu kaufen, auf dem möglicherweise das 5. Brandenburgische Konzert gespielt wurde. Später jedoch war dieses Instrument als fortwährend defekt bekannt.
Untersuchungen an den verfügbaren Instrumenten lassen den Verdacht zu, dass Mietke nicht wirklich ein guter Cembalobauer gewesen sein könnte. Doch ist dies schwer zu beurteilen,
da weder die Klaviaturen noch der Resonanzboden original sind. Von der Baustruktur sind Mietkes Instrumente ähnlich gebaut wie italienische Cembali, dazu dünnwandig, jedoch mit S- Kurve der Hohlwand. Dies wirft naturgemäß die Frage auf, ob man hier vom Typus eines Deutschen Cembalos sprechen kann.

Das von mir für den Nachbau verwendete Original befindet sich im Halsinglands Museum in Hudiksvall. Dies ist das einzige nahezu unverändert erhaltene Instrument Mietkes. Der Klang ist sehr prägnant, wenig süß; er entspricht einer Mischung aus italienischem und frühfranzösischem „Timbre“ mit einem vollen, sonoren Bass.

Englische Schule
CEMBALO NACH KIRKMAN 1786

CEMBALO NACH
KIRKMAN 1786

2 Manuale. 2 x 8´. 1 x 4´
Tonumfang FF – f³
Optional: Lautenzug aus Elchleder

 

Das Original wurde 1786 von Jacobus und Abraham Kirckman in London gebaut. Es befindet sich in der John Barnes Sammlung in Edinburgh. Das Instrument hat der englischen Schule gemäss mehrere Fußpedale, einen Schwellkasten sowie ein viertes Extra Register.

Ich baue dieses Instrument in einer vereinfachten Variante mit der Disposition mit 3 Registern und ohne den Schwellkasten. Als dekoratives Möbel furniere ich es im englischen Stil mit Intarsien.

Klangbeispiel des Originals:

Französische Schule
CEMBALO NACH HEMSCH

2 Manuale. 2 x 8´
Lautenzug aus Elchleder
Tonumfang FF – g³
Transponiervorrichtung
a = 392 Hz/ 415 Hz/ 440 Hz
Optional: 4´Register

Henri Hemsch (1700 – 1769) ist einer der bedeutendsten Vertreter des späten französischen Cembalobaus. Ursprünglich deutscher Abstammung, nahe Köln geboren, siedelte er nach Frankreich um, wo er bei einem anderen deutschen Emigrant, Antoine Vater, das Handwerk lernte. Von Henri Hemsch sind 5 zweimanualige Cembali erhalten.

Meine Kreation des Hemsch ist das Ergebnis der Beschäftigung mit den sehr unterschiedlichen Instrumenten Hemschs und der Versuch, die wesentlichen Charakteristika seiner Baukunst zu einem Instrument zusammenzufassen, das neben dem klanglichen Anspruch eines spätfranzösischen Cembalos über den größtmöglichen Tonumfang und die Möglichkeit der Transposition verfügt. Es ist sehr fein im Anschlag, hat einen ausgewogenen Klang mit dem typisch spätfranzösischen „Timbre“ und gehört zur größten Gruppe der Cembali, die ich baue.
Die gesamte Cembaloliteratur ist darstellbar, speziell französische Musik, Scarlatti bis hin zu Sonaten der Wiener Klassik.

Um einen Eindruck von der Unterschiedlichkeit der Instrumente Hemschs zu erhalten hier einige Klangbeispiele der Originalen Instrumente.

CEMBALO NACH TASKIN 1769

2 Manuale. 2 x 8´. 1 x 4´
Tonumfang FF – f³
Optional: Lautenzug aus Elchleder

Pascal Taskin (1723 – 1793) lernte bei Blanchet, dessen Witwe er auch ehelichte. Neben Cembali baute er auch Hammerflügel und Tafelklaviere. Durch zahlreiche Neuerungen im Cembalobau wurde er zum Wegbereiter für die Ära des spätfranzösischen Cembalobaus. Das Original von 1769 befindet sich in der Russell Collection in Edinburgh.

Meine Interpretation des Taskin Cembalos ist angelehnt an das Original, verzichtet jedoch auf eine vierte Springerreihe mit dem sogenannten „peau des buffle“. Es ist ein klanglich absolut außergewöhnliches Instrument mit hervorragenden Klangeigenschaften.

Klangbeispiel des Originals:

CEMBALO NACH VAUDRY 1681

2 Manuale. 2 x 8´. 1 x 4´
Tonumfang GG/HH – c³
Optional: Lautenzug aus Elchleder

Das einzige erhaltene Cembalo von Vaudry befindet sich im Victoria & Albert Museum in London. Es ist vom Typ her ein frühfranzösisches Modell. Obwohl Vaudry zweifellos ein Meister war, fallen neben vielen guten Charakteristika, die das Instrument aufweist, auch einige Eigenartigkeiten auf. So ist der Resonanzboden unter dem Steg dünner als zum Rand hin, was sich klanglich negativ auswirkt. Dennoch ist es eine unvergleichliche Perle unter den Cembali.

Meine Kreation des Vaudry folgt dem Original sowie den Erfahrungen, die ich bei Untersuchungen frühfranzösischer Instrumente sammeln konnte. Im gedanklichen Austausch mit Martin Skowroneck und Marc Champollion kristallisierte sich eine „Vision“ dessen heraus, wie der Nachbau eines Vaudry beschaffen sein sollte. Ich baue das Instrument in einer leichten Bauweise mit einigen dezenten Abweichungen vom Original. Das klangliche Ergebnis ist überzeugend frühfranzösisch.

Klangbeispiel des Originals:

CEMBALO NACH TIBAUT 1691

2 Manuale. 2 x 8´. 1 x 4´
Tonumfang GG/HH – c³
Optional: Lautenzug aus Elchleder

Vincent Tibaut, ein Cembalobauer aus Toulouse, gehört zu den bedeutendsten Vertretern des frühfranzösischen Cembalobaus. Von ihm sind 4 Instrumente erhalten. Das Cembalo von 1691 befindet sich im Musée Instrumental in Paris.

Ich baue das Instrument nahe am Original sehr dünnwandig aus französischem Nussbaum oder einem ähnlichem wertvollen Holz. Diese Art von Instrument ist ähnlich wie eine Violine sehr filigran gebaut. Daher lege ich großen Wert darauf, dass jedes Bauteil bei größtmöglichster Stabilität ein geringes Gewicht hat. Der Klang des Tibaut überzeugt durch einen charaktervollen, unverwechselbaren, „antiken“ Klang. Die Musik von Louis Couperin kann auf keinem Instrument besser dargestellt werden.

CEMBALO NACH DESRUISSEAUX 1678

2 Manuale. 2 x 8´. 1 x 4´
Tonumfang GG/HH – c³

Gilbert Desruisseaux ( 1652 – 1703), Cembalobauer aus Lyon, ist meines Erachtens der bedeutendste Vertreter frühfranzösischer Cembali des 17. Jahrhunderts. Es sind nur zwei Instrumente von ihm erhalten, die beide auf 1678 datiert sind. Das Original für meinen Nachbau befindet sich im Musée Instrumental in Paris. Das spielbare Instrument besticht durch seinen einzigartigen charaktervollen und unverwechselbaren Klang.

Meine Kreation dieses Instruments ist noch in der Planungs- Phase. Ich habe dieses Instrument studiert, jedoch noch nie gebaut. Der Grund dafür ist, daß ich es als Höhepunkt im Schaffen eines Cembalobauers empfinde, sich an diesem Instrument zu versuchen. Ich bereite den Bau kontinuierlich vor. Dazu will ich das Holz verwenden, das mir Martin Skowroneck gab und das ich seither sicher aufbewahre. Für das Gehäuse ist geplant, echten französischen Nussbaum aus Grenoble zu verwenden, der von Marc Champollion seit 30 Jahren getrocknet wurde.

Klangbeispiel des Originals:

Italienische Schule
CEMBALO NACH GREGORI 1736

1 Manual. 2 x 8´
Tonumfang C/D – d³

Aelpidio Gregori baute 1736 ein italienisches Cembalo als false inner- outer. Hierbei wird optisch der Anschein erweckt, das Instrument befinde sich in einem Kasten, aus dem man es herausnehmen könnte. Tatsächlich ist es jedoch die tatsächliche Außenwand des Instruments, die man sieht. Das Original der von mir gebauten Kopie gehört zur Sammlung von John Barnes in Edingburgh.

Das Cembalo wird in einer leichten, filigranen Weise gebaut. Der Klang ist kräftig mit sonorem Bass, jedoch singend . Das Instrument eignet sich hervorragend für die italienische Literatur sowie als Continuo Instrument und für Kammermusik.

CEMBALO NACH GRIMALDI 1697

1 Manual. 2 x 8´
Tonumfang GG/AA – c³
Optional: Kasten mit Deckel

Carlo Grimaldi war ein Lauten – und Orgelmacher in Messina, der auch Cembali fertigte. Das Original , das mir als Vorlage dient, befindet sich im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg.

Meine Kreation des Grimaldi basiert auf dem Original. Dieses ist ein dünnwandiges Instrument, das in einem separaten Kasten ruht. Das Cembalo hat gute klangliche Characteristica, jedoch klingt das Original im Museum etwas zu scharf und obertönig und etwas kraftlos. Bei meinem Nachbau strebe ich an, das typisch italienische „Timbre“ zu realisieren , jedoch mit etwas mehr Grundtönigkeit und kraftvollem Klang.

CEMBALO NACH GIUSTI 1681

1Manual. 2 x 8´
a= 415 Hz
Tonumfang C/D – d³

Giovanni Battista Giusti , aus Lucca stammend, lernte das Handwerk bei Giuseppe Boni da Cortona, Girolamo Zenti und Vicentius Pratensis. Er war als Lauten- und Cembalomacher in Rom tätig. Seine Instrumente gelten als prägend für die italienische Cembalokultur. Sie sind vollendete Meisterwerke. Das Original für meinen Nachbau befindet sich im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg.
Der Klang dieses Instruments ist grundtönig und sehr charakteristisch. Da mir das ähnliche Giusti aus der Sammlung von Tagliavini besonders gut gefällt versuche ich in meiner Kreation des Instruments diese Klangvorstellung mit einfließen zu lassen. Ein hervorragendes Instrument für die virtuose Musik von Frescobaldi und die Musik des Früh/Hochbarock.

Klangbeispiele des Originals:

ITALIENISCHES CEMBALO ANONYMUS

1 Manual. 2 x 8´
a = 415 Hz
Tonumfang C/D – c³

Dieses Instrument basiert auf einem Entwurf von Grant O Brien. Das Instrument hat beste klangliche Eigenschaften und spiegelt charakterlich die typische neapolitanische Schule des 17. Jahrhunderts wieder. Es ist perfekt geeignet für die italienische, spanische und portugiesische Literatur sowie für Continuo Aufgaben und Kammermusik.

SPINETT

SPINETT NACH DELIN

1 x 8´. Tonumfang GG – d³
Transponiervorrichtung
a = 415 HZ / 440 Hz

Das Original des Spinetts, 1770 gebaut von dem flämischen Meister Albert Delin, der aus Tournai in Belgien stammte, befindet sich im Königlichen Museum in Brüssel. Jean Tournay hat es ausführlich in der Literatur beschrieben.

In meiner Interpretation des Spinetts entstand ein vielseitiges Instrument, das einerseits leicht, klein und handlich ist, jedoch über einen erweiterten Tonumfang verfügt sowie über die Möglichkeit, durch Verschiebung der Klaviatur den Kammerton wahlweise in 415 Hz oder in der moderneren Variante in 440 Hz zu nutzen.

Der Klang ist erstaunlich voll; daher eignet sich das Instrument sowohl für Kammermusik, Continuo oder solistisches Spiel.

Ich biete das Instrument einfarbig lackiert oder furniert an. Strukturierte Bemalung oder Schellackveredelung bei der furnierten Variante sind gegen Aufpreis möglich.

Klangbeispiele:

SPINETT NACH SILBERMANN

1 x8´ Tonumfang FF – f³

Die Familie Silbermann war eine weltberühmte Orgelbauerfamilie. Johann Andreas Silbermann wirkte in Strasbourg. Sein Onkel Gottfried arbeitete zeitweilig bei ihm. Johann Heinrich (1727 – 1799), der jüngste Sohn des Andreas, ebenfalls in Strasbourg, baute Hammerflügel, Spinette und Clavichorde.

Das Original des von Johann Heinrich Silbermann gebauten Spinetts befindet sich im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg. Es hat volle 5 Oktaven, einen runden, sehr angenehmen Klang, und eignet sich hervorragend für Kammermusik und solistisches Spiel.

Ich biete das Instrument in einer furnierten Variante an, die es auch als Möbel sehr angenehm erscheinen lässt.

SPINETT NACH KEENE & BRACKLEY

1 x8´. Tonumfang GG,AA – d³,e³

Die originale Vorlage dieses englischen Spinettes wurde 1715 von Keene & Brackley gebaut und befindet sich in der John Barnes Sammlung in Edinburgh, welcher das Instrument auch in der Literatur ausführlich dokumentiert hat. In seinem Werk „ Making a Spinet by Traditional Methods“ beschreibt John Barnes, wie im 18. Jahrhundert ein solches Instrument hergestellt wurde.

Das Spinett hat einen frühen, „antiken“ Klang. Als stilvolles Möbel im englischen Stil biete ich es furniert an mit Intarsien.

CLAVICHORDE

Gebundene Clavichorde

CLAVICHORD NACH ANONYMUS

Gebunden, doppelchörig
Tonumfang C – e³

Das Instrument wurde kreiert nach einem Original um 1700, welches sich in Privatbesitz befindet. Es hat einen persönlichen, unverwechselbaren Charakter, und obwohl es ein kleines Instrument ist, hat es einen kräftigen und singenden Ton, der viele Klangfarben zulässt. Für die Hände ist es erzieherisch; das Instrument lehrt den Spieler, wie es gespielt werden möchte. Daher eignet sich das Instrument hervorragend um eine historische Spielweise zu erlangen, als Übungsinstrument für Organisten und Cembalisten.

Frühe Literatur wie z.B. Frescobaldi lässt sich perfekt gestalten, doch auch Stücke des Spätbarock klingen ausgezeichnet.

Klangbeispiele des Originals:

CLAVICHORD NACH CHRISTIAN GOTTLOB HUBERT

Gebunden, doppelchörig
Tonumfang AA – f³

Christian Gottlob Hubert, polnischer Herkunft und in Ansbach wirkend, war ein bedeutender Orgel – und Clavichordmacher.

Ich biete zwei Modelle nach Hubert an, deren Originale beide aus dem Jahr Jahre 1787 stammen. Das eine Original befindet sich im Grassi Museum Leipzig, das andere im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, wo ich sie untersuchte. Sie sind baugleich und mit demselben Tonumfang. Doch in den Details und im Klang bestehen Unterschiede, die rechtfertigen, von zwei verschiedenen Instrumenten zu sprechen.

Mein Hubert hat einen sehr feinen, dezenten Ton sowie einen Mikrokosmos von Klangfarben, der vom leisesten pianissimo bis etwa mezzoforte reicht. Das sanfteste Drücken der Taste erzeugt bereits Klang.
Klangbeispiel:

CLAVICHORD NACH JOH. A. STEIN

Tonumfang C – f³

Johann Andreas Stein (1728 – 1792) war ein bedeutender Erbauer von Fortepianos mit Wiener Mechanik. Mozart schätzte seine Flügel sehr. Erhalten ist ein Reiseclavichord, das aus dem Besitz von W.A. Mozart und Johann Nepomuk Hummel stammt. Das Original befindet sich im Ungarischen Nationalmuseum in Budapest.

Das Instrument hat einen sehr kleinen Resonanzboden und dadurch einen präsenten, kernigen Ton.

CLAVICHORD NACH J. J. DONAT

Gebunden, doppelchörig
Tonumfang C – c³

Johann Jakob Donat war ein bekannter Orgel – und Clavichordmacher, der in Leipzig wirkte. Er stammte aus einer Orgelbauerfamilie. Christoph Donat, ein Verwandter von ihm, baute 1667 die Orgel der Stadtkirche Leipzig. Von Joh. Jak. Donat ist ein reich intarsiertes Clavichord erhalten, das um 1700 entstand. Es befindet sich im Grassi Museum Leipzig.

Das Original ist ein sehr flaches Instrument. Im Resonanzbereich lässt sich erkennen, dass die in der Literatur oft als Geheimwissen erwähnten Maßnahmen zur Optimierung des Klanges von Donat angewendet wurden.

Meine Interpretation des Instruments folgt diesem Beispiel. Ich baue es etwas weniger flach, der Resonanzbereich wird nach historischen Rezepten „veredelt“. Der Klang ist kräftig, durchweg singend und ausgezeichnet geeignet für die Musik des Früh- und Hochbarocks.

Klangbeispiel:

Pedalclavichorde

PEDALCLAVICHORD NACH GERSTENBERG

Bundfrei; doppelchörig
Tonumfang: Manual C –e³. / Pedal CC – c (d)

Das Original des Pedalclavichords befindet sich im Grassi Museum in Leipzig, wo ich es untersucht habe. Es besteht im Prinzip aus drei Clavichorden nebst Pedal. Zwei Manualclavichorde in einem separaten Kasten, wobei das untere Clavichord schubladenartig herausgezogen werden kann, um dann wie eine zweimanualige Orgel gespielt werden zu können, sowie ein separates Pedalclavichord. Dieses hat 4 Saiten pro Ton. 2 x16´ und 2 x 8´, wobei man das 16´Register stumm schalten kann, wenn man im Pedal nur mit dem 8´spielen möchte. Das Pedal ist über Abstrakten mit dem Pedalclavichord verbunden. Dazu eine Orgelbank.

 

PEDALCLAVICHORD NACH GERBER

Manual gebunden, doppelchörig. C – e³
Pedal bundfrei, doppelchörig. 2 x 8´. C – d

Dieses Instrument ist eine Rekonstruktion nach den überlieferten Quellen wie z.B. Adlung, Musicalisches Lexikon von Walther, oder dem Nachlassverzeichnis von Joh. Seb. Bach. Die Rekonstruktion basiert auf dem Instrument, welches der Organist Gerber auf seiner Stube stehen hatte zum Üben für die Orgel. Dieses hatte 2 Manuale nebst Pedal.

Auch im Hause von Joh. Seb. Bach gab es ein Pedalclavichord bestehend aus „2 Clavieren nebst Pedal“, worunter man entweder ein Instrument mit 2 Manualclavichorden verstehen kann, wobei an dem unteren das Pedal angehängt war, oder als 2 Manualclavichorde mit einem zusätzlichen Pedalclavichord. Das Instrument wurde an Johann Christian Bach vererbt, den späteren „Londoner“ Bach.

Seit ich meine Diplomarbeit über Pedalcalvichorde machte und zu den damals 3 bekannten erhaltenen Pedalclavichorde drei weitere entdeckte bin ich von diesem Thema fasziniert. Im Prinzip gibt es relativ viele erhaltene Pedalclavichorde, waren doch oft an Clavichorden Schnüre angehängt, die zu einem „angehängten Pedal“ führten. Während Schnüre ( die oft rissen) nebst Pedal längst verschwunden sind, finden sich an vielen Clavichorden Spuren, dass es einmal ein Pedal gab.

Daher gibt es vielfältige Möglichkeiten, ein Pedalclavichord zu bauen. In Rücksprache mit dem Interessent kann jeweils eine geeignete Lösung gefunden werden.

Bundfreie Clavichorde

CLAVICHORD NACH J. H. SILBERMANN

Bundfrei, doppelchörig
Tonumfang FF – f³

Die Familie Silbermann war eine weltberühmte Orgelbauerfamilie. Johann Andreas Silbermann wirkte in Strasbourg. Sein Onkel Gottfried arbeitete zeitweilig bei ihm. Johann Heinrich (1727 – 1799), der jüngste Sohn des Andreas, ebenfalls in Strasbourg, baute Hammerflügel, Spinette und Clavichorde. Bekannt ist die Liebe C.Ph. E. Bachs zum „Silbermannschen Clavier“.

Das Original von 1775 befindet sich im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, wo ich es untersuchte. Es hat bei kompakter Größe volle 5 Oktaven, wodurch die gesamte Literatur spielbar wird, und einen bezaubernden Klang.

CLAVICHORD NACH FRIEDERICI

Bundfrei, doppelchörig
Tonumfang FF – f³

Mehrere Mitglieder der Familie Friederici bauten Tasteninstrumente. C.Ph.E. Bach schätzte die Friederici Clavichorde sehr.

Christian Gottlob Friederici baute 1765 ein bundfreies Clavichord, welches sich heute im Grassi Museum Leipzig befindet. Es ist sehr gut erhalten und durchdacht und gehört zu dem größten Typ im Clavichordbau. Bei der Untersuchung und Vermessung des Instruments konnte ich Einblicke in die geniale und doch einfache Bauweise gewinnen.

Meine Kreation des Friederici hat einen sonoren, singenden Klang, der sich für die Literatur des Hochbarock, natürlich der galanten Zeit und der Wiener Klassik sehr gut eignet.

CLAVICHORD NACH J. A .STEIN

Bundfrei, einchörig
Tonumfang C – f³

1787 baute Johann Andreas Stein ein furniertes einchöriges „Reiseclavichord“, welches sich heute im Gemeentemuseum in Den Haag befindet. Es ist überliefert, dass W.A. Mozart sowie Maria Theresia Paradis, eine der besten Spielerinnen der damaligen Zeit, ein solches Reiseclavier mit sich führten.

Das Instrument ist sehr zierlich und durch die Einchörigkeit sehr leise, hat jedoch einen intensiven, silberhellen Klang. Ich baue das Instrument, ähnlich wie eine Violine , sehr filigran. Es muss äußerst sanft und „ mit schlaffen Nerven“ gespielt werden, wie C. Ph. E. Bach es beschreibt.

LAVICHORD NACH JOHANN BOHAK

Bundfrei, doppelchörig
Tonumfang FF – f³

Johann Bohak war ein Clavichordmacher in Wien. Joseph Haydn spielte nachweislich ein Clavichord dieses Meisters. Das von Bohak 1794 gebaute Instrument befindet sich heute im Royal College in London.

Das Bohak Clavichord ist ein großes Instrument mit kraftvollem Ton. Es eignet sich hervorragend für die Literatur der Wiener Klassik sowie des Spätbarock.

CLAVICHORD „MOZART“

Bundfrei, doppelchörig
Tonumfang FF – f³

Das Clavichord wurde 1780 gebaut und stammt aus dem Nachlass von W. A. Mozart, der darauf mehrere seiner Meisterwerke komponierte. Im Innern befindet sich ein Zettel mit folgender Inschrift von Constanze Mozart:

„Auf diesem Clavier hatte mein seeliger Gatte Mozart componirt die Zauberflöte, La Clemenza di Tito, das Requiem und eine neue Freimaurer Cantate in zeit von 5 Monate. Dieses kann ich bestätigen als seine Wittwe Constanza Etatsräthin von Nißen, geweßene Wittwe Mozart“